„In meiner Arbeit finden das Verständis für das Tier und das Verständnis für den Menschen zusammen.“

 

Einblicke

Noah ChagalWörlitzlana RückenLana ich wiese knieend

Mein Name ist Simone Kathrin Sage. Am 22.02.2022 feiere ich meinen 55- zigsten Geburtstag, jedenfalls habe ich das vor.

 

Mein beruflicher Werdegang:

 

Wunschberuf:

Tierärztin, ersatzweise Pferdezüchterin

Erlernter Beruf:

Kindergärtnerin (Wunschberuf der Mutter)

Zusatzqualifizierung:

Staatlich anerkannte Erzieherin / Heilpädagogische Begleiterin mit dem Pferd ( HBP )

Einsatzgebiete:

Kindergarten, Kinderkrippe, Lebenshilfe u. Leitung Waldkindergarten, Mentorin, Ausbilderin, selbstständig  in der Betreuung von Kindern 

Zusatzausbildung:

Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd

Weiterbildungen:

ADS / ADHS, ADS und geistige Behinderungen

Zusatzqualifizierung:

BRFV-anerkannter Pferdewart / Sachkundenachweis

„Hundeführerschein“ Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden

Qualifizierung zur Tagesmutter

Longierabzeichen, Prüfung in Bodenarbeit und Longieren

Kurse / Seminare:

Pflanzenmagie, Dr. W. D. Storl,

Handauflegen, Anne Höfler

Tierkommunikation Stufe 1 bis 5, Dr. Sabrina Hinneberg

Stressbewältigung durch Achtsamkeit nach J. Kabat-Zinn

Seelenkompass Hund, Maike Maja Nowak

Klärung der Energiefelder und der Umwelt, Th. Schweigart

LELF- Fütterungskurs für Schafe und Ziegen

BRFV - Anatomie - Physiologie, Pferdegesundheit

BRFV - bedarfsgerechte Fütterung von Pferden

BRFV - Dem Pferd gerecht – Pferdehaltungssysteme

Aquarellmalen / Tanzkurse / Joga / Reiten

 

Mein persönlicher Werdegang:

Ich war, wie schon erwähnt, überall dort, wo es Tiere gab und wo ich mit Tieren zusammen sein konnte. Wie ich mehr und mehr feststellte, waren die Tiere auch gern in meiner Nähe. Mit den Tieren ohne Worte zu kommunizieren, sie zu verstehen und ihr Vertrauen zu gewinnen, dass war für mich etwas Selbstverständliches. Es gab viele besondere Erlebnisse mit Tieren, welche mich erfüllten und über mich hinauswachsen ließen. Ich erinnere mich an ein besonderes Erlebnis: Wir waren in unserem Garten als unter dem Vordach unserer Laube ein kratziges piepsiges Geräusch zu hören war. Ich ging dem Geräusch nach und entdeckte, dass in das als Dachpfosten dienliche Rohr ein Vogel hineingefallen sein musste und nicht mehr hinaus konnte. Mein Herz klopfte stark und meine Wangen glühten. Ich war entschlossen dem Vögelchen zu helfen und bastelte aus einer Schnur und einem alten Strickhandschuh, welchen ich einrollte und an die Schnur band, eine Angel. Dann baute ich mir einen Aufstieg und ließ die Schnur langsam im Rohr hinunter, einmal, zweimal, dreimal und…nichts, ich weiß nicht wie lange ich diese Übung wiederholte, ich weiß nur, dass mein Vater langsam nach Hause wollte und dass es gefühlt ein oder zwei Stunden gedauert hat, ohne dass ich mich entmutigen ließ. Langsam, ganz langsam den Handschuh in das dunkle Rohr abzuseilen, in der Hoffnung, dass der Vogel sich am Handschuh festhalten und nach oben ziehen lassen würde. Mein Vater wurde irgendwann ungeduldig, obwohl er sehr tierlieb war, hatte er keine Hoffnung. Ich schon, mit einer Engelsgeduld und Ruhe wiederholte ich den Vorgang immer wieder….bis auf einmal eine junge Meise unten am Handschuh hing, mich kurz anschaute und putzmunter davon flog.

 

Ich fühlte mich überglücklich und voller Energie.

 

Eine weitere Erinnerung meiner Kindheit möchte ich noch mitteilen.

 

Es gibt immer auch Menschen im Umfeld eines Kindes, welche es in seiner Besonderheit und Einzigartigkeit wahrnehmen und bestärken. Das sind nicht immer die eigenen Eltern, aber immer Menschen, welche feinfühlig und ähnlich gestimmt sind, wie man selbst. Bei mir war es eine Großtante, eine richtige Dame mit Hut, Herz und Dackel. Wir sind uns leider nicht sehr oft begegnet, da sie bereits sehr alt war. Ich weiß, dass ich mich immer beeilte, den Platz neben ihr zu erwischen und das meine Schüchternheit neben ihr verflog. Sie erkannte meine Tierliebe und versprach, dass sie mir ein Gedicht schicken würde, welches sie nach einem Erlebnis mit ihrem Hund verfasst hätte. Das tat sie auch und dieses Gedicht ist nach 40 Jahren immer noch bei meinem Habseeligkeiten. Es geht so:

 

Gedicht

 

Vielen Dank Tante Grete, das konnte ich ihr leider nicht mehr persönlich sagen.

Wie mein weiterer persönlicher Weg verlaufen ist, zu beschreiben, würde ein Buch geben und auch an dieser Stelle zu weit führen. Im Bereich „Kindertagespflege“ habe ich mich noch etwas näher vorgestellt.

 

Heute habe ich ein sehr liebevolles Büchlein als Abschiedsgeschenk bekommen und da mich der Titel schon zu Tränen rührte, sofort gelesen. Ich möchte es gerne weiterempfehlen, da ich es sehr berührend und inspirierend finde. Der Titel lautet, „Was mein Herz dir noch sagen wollte“ und lässt Hunden in Briefform erzählen, wie sie ihren Menschen erleben, was sie fühlen und ihrem geliebten Freund einmal sagen wollten. Ich freue mich darüber, dass es beide Seiten betrachtet, ohne Vorwurf, ohne rosarote Brille, ehrlich und unendlich liebevoll, so wie Tiere uns begegnen. Vielen Dank für das tolle Geschenk, vielen Dank Susanne Orrü-Benterbusch, mich hat es bestärkt auf meinem Weg.

Simone Sage