Sicht des Kindes

Kinder sind keine unfertigen Erwachsenen.

 

Kinder sind immer schon vollständig und komplex.

 

Offen, vertrauensvoll und in erster Linie fühlend betreten sie die Welt. Jedes Kind, jeder Mensch erfährt das Leben auf ganz einzigartige Weise und besitzt das besondere Paket an Fähigkeiten um das Leben zu meistern.

 

Kinder werden nicht gebildet, sie bilden und entwickeln sich aus sich selbst heraus., in Bildungsräumen die gegeben sind, bzw. Ihnen bewusst geboten werden, z. B. in der Familie, Tagespflege, Kita uvm. Jede Entwicklung und Erfahrung ist individuell verschieden und als solches bei jedem Kind zu achten. Kinder erleben noch mit allen Sinnen und sind ganz besonders über ganzheitliche Erfahrungsmöglichkeiten, anschaulich, sichtbar, fühlbar, berührend zu motivieren und zu begeistern. Die natürlichste Lern- und Verarbeitungsweise eines jeden Kindes ist das Spiel.

 

DAS SPIEL ist die Haupttätigkeit eines Vorschulkindes.

 

Kinder haben das Grundbedürfnis nach Selbstentfaltung, Zugehörigkeit, Geborgenheit und wohlwollender Zuwendung. Sie haben das Recht auf Respekt, Würde und Wertschätzung ihres individuellen Wesens und sie haben das Recht auf Mitgestaltung ihrer Entwicklung.

 

In den ersten drei Jahren wird im Menschen das Urvertrauen geprägt. Die erste Bindung zur Mutter ist essenziell. Das Kind erfährt sich noch als Eins mit der Mutter und der Welt. Diese Bindung zur Bezugsperson ist elementar wichtig für seine weitere Entwicklung.

 

Das sich- In Bezug auf Andere Erfahren-, das in Beziehung Treten, sich als- Losgelöst und Eigenständig Erkennen-, ist ca . ab dem dritten Lebensjahr möglich und entwickelt sich ständig weiter. Das Kind ist dann auf Grund eines natürlichen Entwicklungsschrittes erstmalig dazu in der Lage sich innerlich von seiner Bezugsperson zu lösen und nimmt gleichzeitig gezielter Kontakte zu seiner Umwelt, vorwiegend zu Gleichaltrigen auf. Zusammenhänge werden erkannt, Spielpartner gesucht, die Selbsterkenntnis erfährt in allen Bereichen Vorschub. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt findet mehr durch Integrieren und Bewusstsein statt.

 

Das „Warum – Alter „ist das Alter in dem Zusammenhänge begriffen werden wollen und entspricht einem vier bis fünfjährigen Kind. Nun WOLLEN sie es genauer wissen, stellen Fragen und in Frage. Es ist die Zeit des Experimentierens und der Entwicklung besonderer körperlicher Fertigkeiten. Besondere Talente, Neigungen und auch schwächer angelegte Fähigkeiten kristallisieren sich heraus. Kinder erkennen ihre körperlichen Kräfte und wollen sie ausloten, messen und gestalten.

 

So hat jedes Alter auch seine Besonderheiten, seine Geschenke und seine Grenzen. Sie zu kennen und zu respektieren hilft mir dabei, Kinder zu verstehen und Ihnen gerecht zu werden.